Les récits de GillGalad

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Der BMW M135i

Der Jahresanfang war äußerst ermutigend. Den Tanz eröffnete Porsche mit dem neuen Boxster Spyder, der alles daran setzt, sein Gewicht bis zur Schmerzgrenze zu reduzieren und gleichzeitig mehr vom Kunden zu verlangen. Honda folgte mit der Ankündigung, den nächsten NSX binnen drei Jahren in den USA auf den Markt zu bringen. Der neue Mitstreiter Tesla Motors möchte uns schon nächstes Jahr mit dem Model X bescheren, der elektrisch den 0 bis 100 Sprint in 5 Sekunden ablegt.


 


 

Als ich das erste Foto vom M135i sah, waren mir diese Autos jedoch ziemlich egal. Ungeachtet dessen Leistung galt mein erster Gedanke der Optik dieses neuen M-Ablegers. Die hinteren Schlusslichter, die abgerundete Front sowie seine abgespeckte Form verleihen dem jungen Sprössling ein frisches Aussehen. Für die sportliche Seite der Münze sorgen sowohl der Doppelrohr-Auspuff als auch die großen vorderen Lufteinlässe für die den Bi-Turbo.

 

 

 

 

Sein 320 PS starker Sechszylinder treibt ihn zwar nicht in den höchsten Sphären der Schnelligkeit an, reicht aber locker aus, um abends geschwind von der Physikvorlesung in Garching zum Hochschulsport im Olympiastadion zu gleiten. Eventuellen Schnee kontert er vorbildlich mit dem xDrive Allradantrieb, praktisch ist er daher auch.

 

Was die Finanzen anbelangt: 40.000 Euro werden für die Version mit manuellem Getriebe und Hinterradantrieb gefordert. Das Geld könnte man zwar in umgerechnet 60 Studiensemester oder 1000 MVV-Monatskarten investieren, doch davon träumt kein Mensch. Im Vergleich zum 10.000 Euro teureren RS3 ist er sogar fast ein Schnäppchen.

 

  

 

 

Mich fasziniert der kurze Zeitabstand zwischen den Markeinführungen vom 1M und M135i. Ein Unterschied von knapp einem Jahr trennt beide Sportwagen, wobei Letzterer anscheinend die Rolle des anderen übernehmen soll. Die Produktion des 1M soll im Sommer eingestellt werden, was seinem jüngeren Bruder nun freie Laufbahn gibt. Dieser wird ab November erhältlich sein und sollte allen Voraussichten nach die Beliebtheit des 1M ererben.


Der M135i wird sich allerdings erst beweisen müssen, denn sein Vorgänger hat stark um die Gunst des Publikums gekämpft. Man darf aber nicht vergessen, dass es sich „nur“ eine M Performance-Variante des 1ers handelt, das heißt es ist keine reinrassige M-Version. Was man mit dem Unterschied zwischen einem Bugatti Veyron und einem Fiat 500 vergleichen könnte, schätze ich mal ein. Also bitte nicht zu streng sein, liebe Presse, wir wollen ja keine weiteren potentielle Modelle beängstigen.


 

 

 

Aber eine Schwäche muss der M135i doch haben? Sein Preis hätte eine sein können. Ist es nicht. Sein Motor hätte im Wunderland eine sein können. Ist es nicht. Sein Design? Dynamischer und dezenter als den vorigen 1er. Also auch nicht. Nein, meiner Meinung nach ist seine einzige Schwäche zugleich die größte Stärke von BMW. Es ist der sehr schnelle Anschluss am Meister, den 1M. Aktuelle 1M-Besitzer werden dem M135i wohl kaum Aufmerksamkeit schenken, genauso wenig wie M-Puristen, die für den 1M immer noch einen Platz im Herzen finden müssen. Potentielle Kunden sind demnach rar gesät.


Wie auch BMW einen neuen Performance-Zweig eröffnet hat, zweifle ich jedoch keine Sekunde daran, dass sich nun auch ein neuer Kunden-Zweig herauskristallisieren wird. Der M135i hat es eindeutig verdient.



05/07/2012
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